Liebe Mitglieder und Freunde
des Fördervereins Beratung + Leben e. V.;

fassungslos und mit großer Traurigkeit nahmen die Vorstandsmitglieder des Fördervereins die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Vorsitzenden Klaus Pritzkuleit auf. Er erlag am 21. Mai 2010 einem Herzinfarkt.
Als sich im Dezember 2006 unser Förderverein konstituierte, übernahm er ehrenamtlich die Aufgabe des Vorsitzenden.
Neben seinen verantwortungsvollen Tätigkeiten als Geschäftsführer der Diakonischen Arbeitsgemeinschaft im Diakonischen Werk, vertrat er den Bund Evangelisch–Freikirchlicher Gemeinden und die Vereinigung Evangelischer Freikirchen in verschiedenen Gremien, auch in der internationalen Diakonie.
Trotz der beruflichen Herausforderungen blieb er in seiner knapp bemessenen Freizeit ein engagierter Mitarbeiter in seiner baptistischen Freikirche.
Während der gemeinsamen Jahre unserer Vorstandsarbeit erlebten wir ihn stets als den „Mann der leisen Töne“, dessen Wort man gerade deswegen respektierte. Die Zusammenarbeit gestaltete sich wohl auch deshalb so angenehm, weil er durch Wertschätzung und Lob stets motivierend auf uns wirkte.
Geboren und aufgewachsen in der ehemaligen DDR, erlebte er als junger Mensch Zurückweisung und Diskriminierung aus „weltanschaulichen Gründen“. Diese Erfahrungen spornten ihn an, sich für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung einzusetzen. Er besaß den mitfühlenden Blick für Menschen in Notsituationen. Ob bei der Abstimmung gemeinsamer Aktivitäten bei „Brot für die Welt“, „Hoffnung für Osteuropa“, „Diakonie und Katastrophenhilfe“, - oder eben für die dramatischen Lebenssituationen unserer Hilfesuchenden bei der Beratung + Leben GmbH. Mehr als einmal erinnerte er uns daran, dass die Aufgabe des Fördervereins in erster Linie darin besteht, Gelder für die so dringend nötige Beratungsarbeit zu sammeln. Unsere letzte gemeinsame Vorstandssitzung am 17. Februar 2010 begann Klaus Pritzkuleit mit einer Andacht aus der „Drei-Minuten-Bibel“: „ Alle Dinge sind möglich, dem, der da glaubt“ (Markus 9, 23). Wir waren besorgt wegen der rückläufigen Spendengelder. In einigen Tagen, am 02. Juni, wollten wir uns zur nächsten Vorstandssitzung treffen, nun verschieben wir den Termin, versuchen uns neu zu finden, müssen statt dessen in großer Betroffenheit am
07. Juni 2010 um 11.00 Uhr auf dem Friedhof in Biesdorf Abschied nehmen von unserem Vorsitzenden und einen fürsorglichen Freund. Das Andachtswort aus Markus 9, 23 können wir als ein Vermächtnis von Klaus für uns persönlich, aber auch für die Arbeit des Fördervereins in unseren Herzen bewegen. In seiner vorbildlichen Dienstbereitschaft würde er uns mit leiser Freundlichkeit an dieser Stelle gemahnt haben:“ … nach dem bewegten Herzen – nun auch Hände und Phantasie für die gute Sache bewegen…“. Sein Andenken können wir sicherlich am wirksamsten ehren, indem wir den Förderverein nach Kräften weiter unterstützen. Bei unserer geplanten Mitgliederversammlung am Freitag, den 27. August 2010 (Beratung + Leben Familienberatung Prenzlauer Berg, Dunckerstraße 10, 10437 Berlin, 18.00 Uhr) wollen wir als Verein die Arbeit von Klaus Pritzkuleit auch noch einmal würdigen.
Alle, die Klaus kannten, werden ihn sehr vermissen. Der Verlust dieses Menschen wird in vielen
Gremien schmerzlich zu spüren sein. Die größte Lücke hinterlässt er sicherlich in seiner Familie.
Wir denken an seine Frau und die Kinder und erbitten Trost für sie, den Gott dort schenken kann, wo alle menschliche Anteilnahme ihre Grenzen hat.

In Dankbarkeit für alles, was Klaus Pritzkuleit uns durch sein Leben und Wirken geschenkt hat,
grüßen im Namen des Vorstands

Annette Langner und Anna – Lydia Hierath

Ich bin Förderer, weil …

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